Perlator verkalkt, was Sie selbst tun können

Der kleine Siebeinsatz an der Hahnspitze arbeitet unauffällig, bis er zusetzt. Dann spritzt der Strahl zur Seite, wird dünn oder fächert auf. Meist ist das eine Sache von zehn Minuten und einem Essigbad, und keine Handwerkerfrage.
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Was der Perlator macht
Der Perlator, auch Strahlregler genannt, sitzt vorn im Auslauf des Wasserhahns. Er besteht aus einem Sieb, einem Kunststoffeinsatz und mehreren feinen Kanälen. Das Wasser wird darin aufgeteilt und mit Luft angereichert, und liefert so einen weichen Strahl, der nicht spritzt.
Zugleich fängt er kleine Partikel ab, die aus der Leitung kommen. Das ist nützlich, führt aber dazu, dass sich Sand und Rostkörnchen im Sieb sammeln. Zusammen mit den Kalkablagerungen aus hartem Wasser ist das der häufigste Grund, warum ein Strahl nachlässt.
Woran Sie einen verkalkten Perlator erkennen
Typische Zeichen sind ein Strahl, der seitlich wegspritzt, ein schwacher Durchfluss trotz voll aufgedrehtem Hahn und ein Wasserbild, das unregelmäßig aussieht. Oft sehen Sie auch weiße Krusten an der Hahnspitze. Ein Blick von unten in die Öffnung zeigt dann zugesetzte Löcher.
Bevor Sie am Hahn selbst suchen, prüfen Sie, ob der Druck an mehreren Entnahmestellen schwach ist. Dann liegt die Ursache woanders, mehr dazu unter Wasserdruck zu niedrig. Betrifft es nur einen Hahn, ist der Perlator der erste Verdächtige.
Abschrauben und reinigen
Schließen Sie den Hahn und legen Sie ein Tuch ins Waschbecken, damit nichts im Abfluss verschwindet. Je nach Modell lässt sich der Perlator von Hand abschrauben. Sitzt er fest, hilft ein Schlüssel aus dem Zubehör oder eine Zange mit einem Tuch als Schutz für die Oberfläche. Manche Hähne haben einen Einsatz, der mit einem kleinen Spezialschlüssel gelöst wird.
Zerlegen Sie den Einsatz vorsichtig und merken Sie sich die Reihenfolge der Teile. Legen Sie alles für eine halbe bis ganze Stunde in ein Bad aus Haushaltsessig oder Zitronensäure, danach mit einer weichen Bürste ausbürsten und gut unter klarem Wasser spülen. Setzen Sie ihn in der gleichen Reihenfolge wieder ein und drehen ihn handfest an, nicht mit Gewalt.
Wann ein neuer Einsatz besser ist
Ist das Gummi spröde, sind Risse im Kunststoff zu sehen oder fehlen Teile, lohnt der Austausch. Passende Einsätze gibt es im Fachhandel, die Größe steht meist auf dem Rand, und das Gewinde unterscheidet sich je nach Hahn. Nehmen Sie den alten Einsatz am besten mit, damit Sie das passende Modell finden.
Bei Einsätzen mit Durchflussbegrenzer sollten Sie den Typ beibehalten, damit der Verbrauch nicht steigt. Wer ständig neu entkalken muss, kann am Härtebereich ablesen, ob das Wasser hart ist.
Was Sie lieber lassen
Säure darf nicht an Naturstein oder lackierte Flächen gelangen, auch nicht an manche Hahnoberflächen. Wie Sie Chrom und Edelstahl schonend pflegen, steht unter Armaturen und ihre Oberflächen. Ein Perlator wird nie mit Nadeln oder Draht freigestochert, das beschädigt die feinen Kanäle.
Nach dem Entkalken lassen Sie das Wasser einen Moment laufen. So spülen Sie gelöste Reste aus und vermeiden, dass Essigreste im Strahl bleiben.
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Spritzt oder tropft der Hahn auch mit frischem Perlator weiter, sitzt die Ursache tiefer, etwa in der Kartusche oder im Ventil. Dann sollte ein Fachbetrieb ansehen, was dort los ist. Wir vermitteln einen Installateur, rufen Sie dazu an.
Häufige Fragen
Hat jeder Hahn einen Perlator?
Nein. Hähne mit besonders ruhigem, glasklarem Strahl haben einen Laminarstrahlregler, der sich anders reinigen lässt. Auch Küchenarmaturen mit Brause tragen den Regler oft im Brausekopf statt im Auslauf.
Warum tropft es nach dem Zudrehen aus dem Auslauf?
Ein kurzes Nachtropfen aus Einsatz und Auslaufrohr ist normal, weil dort noch Restwasser steht. Tropft es dauerhaft, liegt es eher an der Kartusche.
Der Einsatz sitzt nach dem Einbau locker oder tropft am Gewinde, was tun?
Meist fehlt der kleine Dichtring oder er liegt schief. Prüfen Sie ihn und ersetzen Sie ihn, wenn er spröde ist. Das Gewinde nie mit Gewalt anziehen.