Armaturen richtig pflegen

Ein Wasserhahn hält Jahrzehnte, wenn die Oberfläche nicht angegriffen wird. Die meisten Schäden entstehen nicht durch Wasser, sondern durch ungeeignete Reiniger und Scheuermittel. Chrom, Edelstahl und moderne Beschichtungen lassen sich mit wenigen Handgriffen sauber halten.
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Die Oberfläche bestimmt die Pflege
Klassisch ist verchromtes Messing, glatt, glänzend und recht unempfindlich. Daneben gibt es Edelstahl, matt gebürstete Varianten, Schwarz, Gold und weitere Beschichtungen, die sich in der Pflege deutlich unterscheiden. Wer nicht sicher ist, was verbaut wurde, schaut in die Unterlagen oder fragt beim Hersteller nach.
Allen gemeinsam ist: Je dünner die Beschichtung, desto behutsamer sollte gereinigt werden. Einmal zerkratzte oder angeätzte Flächen lassen sich nicht reparieren, nur austauschen.
Der Alltag mit Tuch und Spülmittel
Für die regelmäßige Reinigung genügt ein weiches Tuch, ein Tropfen mildes Spülmittel und warmes Wasser. Danach wischen Sie trocken, denn Wassertropfen hinterlassen beim Verdunsten Kalkränder. Ein Mikrofasertuch bringt Chrom ohne Politur auf Glanz.
Wer täglich einmal nachwischt, spart sich später die Arbeit mit hartnäckigem Belag. Das gilt besonders dort, wo das Wasser hart ist. Welcher Härtebereich bei Ihnen gilt, erfahren Sie beim Versorger. Wo die Angabe zu finden ist, steht unter Härtebereich auf der Wasserrechnung lesen.
Gerade bei dunklen Oberflächen sieht man jeden Tropfen. Ein Mikrofasertuch, das neben dem Becken hängt, macht das Nachwischen zur Sache von Sekunden und schont die Beschichtung besser als gelegentliches kräftiges Putzen.
Kalkränder lösen
Bei weißem Belag helfen milde Säuren. Tränken Sie ein Tuch mit Haushaltsessig oder mit Zitronensäure aus Pulver, legen Sie es für einige Minuten um die Armatur und wischen Sie anschließend nach. Danach spülen Sie mit klarem Wasser und trocknen die Fläche. Lassen Sie die Säure nicht stundenlang einwirken, sie kann auf Dauer den Glanz mindern.
Dieselbe Technik passt für Wasserauslauf und Brause. Die Handgriffe dazu, einschließlich Abschrauben, stehen unter Perlator verkalkt und Duschkopf entkalken.
Was auf keinen Fall an die Armatur gehört
Scheuerpulver und Scheuermilch zerkratzen Chrom, und Stahlwolle ruiniert jede glänzende Fläche. Chlor- und Rohrreiniger greifen Beschichtungen und Dichtungen an. Auch alkoholische Reiniger auf matten Flächen können fleckig wirken. Für Edelstahl ist der Schliff wichtig: Wischen Sie immer in Richtung der feinen Linien.
Farbige und matt beschichtete Armaturen, etwa in Schwarz oder Gold, reagieren auf Säure empfindlich, die Beschichtung kann fleckig werden. Hier genügen Wasser, Spülmittel und ein weiches Tuch. Spezialreiniger sollten nur nach Herstellerangabe zum Einsatz kommen.
Pflege über die Oberfläche hinaus
Eine saubere Oberfläche sagt nichts über den Zustand im Inneren. Tropft der Hahn oder sitzt der Griff locker, steckt oft die Kartusche dahinter. Wie sich das eingrenzen lässt, steht unter Wasserhahn tropft.
Kleine Hilfen für den Alltag: Silikonfett an Dichtungen nur nach Herstellerangabe, Griffe nicht mit Gewalt zudrehen und die Armatur bei Frostgefahr im Außenbereich entleeren. So hält die Oberfläche lange schön und die Mechanik lange dicht.
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Ist die Oberfläche durchgescheuert, blättert die Beschichtung ab oder wackelt die Armatur am Becken, sollte ein Fachbetrieb prüfen, ob ein Austausch nötig ist. Wir vermitteln einen Installateur, rufen Sie dazu an.
Häufige Fragen
Was tun bei Rostflecken auf Edelstahlarmaturen?
Meist ist es Flugrost von außen, etwa von Stahlwolle, Metallspänen oder rostenden Teilen in der Nähe. Mit einer Paste aus Natron und Wasser und einem weichen Tuch lässt er sich in Schliffrichtung abnehmen. Danach klar spülen, trocknen und die Rostquelle entfernen, sonst kommt er wieder.
Darf ich Armaturen mit Autopolitur oder Wachs auf Hochglanz bringen?
Auf verchromten Flächen außerhalb des Wasserkontakts gelingt das, ein dünner Wachsfilm lässt Wasser abperlen. Auf lackierten, matten oder farbigen Flächen kann Politur Schlieren hinterlassen. Den Auslauf, aus dem Trinkwasser fließt, behandeln Sie damit nicht.
Wie entferne ich Fingerabdrücke von mattschwarzen Armaturen?
Ein leicht feuchtes Mikrofasertuch nimmt sie in der Regel ab, danach trocken nachwischen. Glasreiniger, Öl und Scheuermittel vermeiden, sie verändern die matte Oberfläche. Wischen Sie ohne Druck und immer in einer Richtung.