Sanitär im Landkreis Ansbach
Auf der Frankenhöhe und rund um Rothenburg liegen weitläufige Ortsteile, in denen Fernwasser, Hausbrunnen und hartes Wasser nebeneinander vorkommen.
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Orte im Landkreis Ansbach
Hart, härter, Hausbrunnen
In Feuchtwangen liegt die Härte bei 17,1 °dH für Stadtgebiet und Ortsteile, in Dinkelsbühl bei 15,3 °dH, in Neuendettelsau bei etwa 14,2 °dH, alles im harten Bereich. Rothenburg ob der Tauber bezieht sein Wasser von der Fernwasserversorgung Franken, der Ortsteil Reusch wird vom Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe beliefert. Bei so hartem Wasser ist regelmäßige Entkalkung von Boiler und Armaturen ratsam.
Herrieden hat eine Besonderheit: Viele Ortsteile hängen am Fernwasser, aber Höfstetten, Lammelbach und Manndorf nutzen Hausbrunnen. Wer Eigenversorgung betreibt, sollte das Wasser regelmäßig untersuchen lassen und die Anlage dem Gesundheitsamt melden.
Entwässerung auf dem Land und in der Stadt
In Neuendettelsau werden die meisten Ortsteile getrennt entwässert, nur Aich und Reuth hängen im Mischsystem. Bei Kleinkläranlagen gehört die Wartung durch einen Fachbetrieb zum Betrieb dazu. Rothenburg lässt private Kleinkläranlagen von anerkannten Gutachtern prüfen.
In Herrieden soll bei Stromausfall eine intakte Rückstauklappe den Rückfluss von Abwasser in Gebäude abwehren. Heilsbronn hat mehrere Starkregenereignisse erlebt, ein Grund, den Rückstauschutz im Keller im Blick zu behalten. Mischsystem, getrennte Entwässerung und Kleinkläranlage stellen an Hausanschluss und Rückstauschutz jeweils andere Anforderungen.
Fachwerk und Wasserlage in den Altstädten
Heilsbronn hat ein Ensemble Altstadt. In Neuendettelsau stehen 22 Baudenkmäler im Gemeindegebiet, darunter das frühere Wasserschloss. Feuchtwangens Marktplatz zeigt altfränkische Fachwerkgebäude.
Dinkelsbühls Altstadt füllt eine Talmulde der Wörnitz fast vollständig aus, am Rand begrenzt der Mühlgraben. In Häusern mit Fachwerk oder dicken Mauern sitzen Leitungen oft in Schächten und Vorsatzschalen, die erst beim Öffnen zeigen, was verbaut wurde.
Häufige Fragen
Was sollte ich am Telefon schildern?
Nennen Sie Ort und Ortsteil, die Art der Störung und wo Wasser austritt. Erwähnen Sie, ob ein Hausbrunnen, eine Kleinkläranlage oder Fernwasser angeschlossen ist. Hilfreich sind außerdem Baujahr, Leitungsmaterial und ein Foto der Stelle.
Wie erkenne ich Kalk an meinen Armaturen?
Weiße, krustige Beläge an Wasserhahn, Duschkopf und Perlator zeigen Kalk. Auch ein schwächer werdender Strahl und lange Aufheizzeiten beim Boiler deuten darauf hin. Haushaltsentkalker passen nicht zu jeder Armatur, im Zweifel fragt man vorher den Fachbetrieb.
Was tun, wenn ein selten genutzter Abfluss riecht?
Im Siphon verdunstet das Sperrwasser, wenn lange nichts fließt, dann steigt Geruch auf. Einige Liter Wasser nachzugießen genügt meist. Bleibt der Geruch, sitzt die Ursache tiefer in der Leitung, und ein Fachbetrieb sucht sie.
Was gilt für ein Wochenendhaus, das lange leer steht?
Das Wasser sollte vor dem Zähler abgesperrt und die Leitung bei Frostgefahr entleert werden. Boiler und Spülkästen ohne Wasser vermeiden Schäden. Wer das Haus wieder öffnet, lässt die Leitungen zunächst durchlaufen und achtet auf feuchte Stellen.