Sanitär in Oberfranken
Regnitztal, Main und Fichtelgebirge: In Oberfranken liegen weiches Wasser und Werte über 20 °dH oft nah beieinander.
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Kreisfreie Städte in Oberfranken
Landkreise in Oberfranken
Weiches Wasser, harte Ausnahmen
Oberfranken ist beim Leitungswasser ein Land der Gegensätze. In Strullendorf liegt das Wasser bei 2,6 bis 3,2 °dH, weich, Scheßlitz liegt bei 5,9 °dH, Memmelsdorf je nach Versorgungsgebiet zwischen 5,6 und 8,1 °dH. In Bayreuth sind rund 95 Prozent des Stadtwassers weich, der Rest mittel, hart kommt dort nicht vor. Kalk ist in Strullendorf oder Bayreuth selten das drängende Thema, dort stehen Alter der Leitungen und Zustand der Armaturen im Vordergrund.
In Bamberg dagegen liegen Gaustadt, Inselgebiet und Berggebiet bei 17,9 bis 18,2 °dH und damit im harten Bereich, während Bamberg-Ost mit 13,1 °dH mittel ist. In Forchheim liegt die Härte bei rund 22 °dH (hart). Hallstadt bekommt Talsperrenwasser der Fernwasserversorgung Oberfranken, das weich ist. Bei niedrigen Pegeln wird Wasser mit mittlerer Härte beigemischt, die Spanne reicht von weich bis hart. Neunkirchen am Brand liegt mit 12,2 °dH im mittleren Bereich. In Memmelsdorf liegt die Tiefzone am höchsten, die anderen Versorgungsgebiete darunter.
Wasser von allen Seiten
Die Regnitz teilt sich in Bamberg in zwei Arme und umschließt den Inselstadtteil, der rechte Arm wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut. In Hirschaid kann bei Hochwasser die Uferstraße in Regnitzau betroffen sein, in Bayreuth sind am Roten Main bei hohem Stand Gebäude und Stadtgebiet betroffen.
Auch kleine Gewässer machen Arbeit: Weidenberg hat ein Hochwasser der Warmen Steinach erlebt und mehrfach Starkregenschäden, Neunkirchen am Brand setzt auf ein Frühwarnsystem mit Sensoren am Brandbach. In Hallstadt sichern Pump- und Schöpfwerke den Kanal, und bei Hochwasser sperrt ein Schieber den Nebenkanal gegen Rückstau ab. Im Privathaus übernimmt diese Aufgabe die Rückstausicherung im Keller.
Fachwerk, Sandstein und Welterbe
Bambergs Altstadt zählt zum UNESCO-Welterbe, Forchheim hat einen gut erhaltenen Kern mit Fachwerk-Ensemble am Rathausplatz. In Scheßlitz stehen Fachwerkhäuser, in Neunkirchen am Brand prägt Fachwerk den Ortskern. Pegnitz, Weidenberg und Hirschaid zeigen die andere Seite Oberfrankens: große Gemeindegebiete mit vielen Ortsteilen und langen Leitungswegen.
In alten Wänden aus Fachwerk oder Naturstein sitzen Leitungen oft in schmalen Schächten, und tragende Balken dürfen nicht geschwächt werden. Vor dem ersten Schlitz sollte klar sein, wo Rohre verlaufen. Wer in einem Weiler oder auf einem Hof wohnt, hat häufig eigene Zufahrten, Pumpen und lange Zuleitungen, die mit der Zeit an Dichtheit verlieren.
Häufige Fragen
Welche Orte in Oberfranken decken Sie ab?
Wir vermitteln in und um Bamberg, Bayreuth und Forchheim sowie in Gemeinden wie Hirschaid, Strullendorf, Hallstadt, Scheßlitz, Pegnitz und Weidenberg. Die Orte finden Sie auf den Kreisseiten. Auch kleinere Gemeinden wie Neunkirchen am Brand und Memmelsdorf gehören dazu.
Ist das Wasser in Oberfranken eher weich oder hart?
Beides kommt vor. Bayreuth, Strullendorf und Scheßlitz haben weiches Wasser, Bamberg und Forchheim liegen im harten Bereich. Wie es in Ihrer Straße aussieht, erfahren Sie beim Versorger. Selbst innerhalb einer Stadt schwankt die Härte, Bamberg ist dafür das beste Beispiel.
Was sollte ich am Telefon schildern?
Nennen Sie Ort und Ortsteil, die Art des Problems und wo Wasser austritt. Baujahr, Leitungsmaterial und ein Foto der Stelle erleichtern die Einordnung. Wer zur Miete wohnt, nennt auch die Hausverwaltung und informiert sie über den Schaden.
Mein Wasserdruck ist zu hoch, was hilft?
Ein Druckminderer hinter dem Zähler schützt Armaturen und Geräte vor zu hohem Leitungsdruck. Schläge in der Leitung oder Armaturen, die oft tropfen, können darauf hinweisen. Ein Fachbetrieb misst den Druck und stellt das Gerät passend ein.
Woran erkenne ich, ob eine Leitung aus Blei ist?
Blei ist matt grau, weich und lässt sich mit einem Messer ritzen, dabei zeigt sich eine silbrig glänzende Fläche. Bleileitungen sollten ausgetauscht werden. Im Zweifel schaut eine Fachkraft nach, bevor Wasser aus solchen Rohren getrunken wird.