Sanitär im Landkreis Bamberg
Rund um die Welterbestadt liegen Gemeinden am Regnitztal, am Main und am Rand der Fränkischen Schweiz, mit weichem Wasser und vielen Pegelständen.
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Orte im Landkreis Bamberg
Weiches Wasser, wenig Kalk
Strullendorf liegt mit 2,6 bis 3,2 °dH im weichen Bereich, das Wasser kommt aus gemeindeeigenen Tiefbrunnen. Scheßlitz liegt bei 5,9 °dH, Memmelsdorf zwischen 5,6 und 8,1 °dH, am höchsten in der Tiefzone. Der Unterschied zwischen den Gemeinden im Umland ist beträchtlich.
In Hallstadt kommt Talsperrenwasser der Fernwasserversorgung Oberfranken, das weich ist. Bei niedrigen Pegeln wird Wasser mit mittlerer Härte beigemischt, die Spanne reicht von 6,0 bis 14,3 °dH, von weich bis hart. Kalk spielt in solchem Wasser nur gelegentlich eine Rolle, Korrosion und Alter der Leitungen dafür umso mehr.
Main, Regnitz und tief liegende Keller
Hallstadt liegt am Main, drei Kilometer weiter mündet die Regnitz. Bei Hochwasser am Pegel Kemmern wird ein Schieber betätigt, die Pump- und Schöpfwerke sichern den Kanal. Ein Kellerablauf unterhalb der Straßenhöhe braucht Rückstauschutz, der gelegentlich geprüft werden will.
In Hirschaid entwässert der Großteil des Ortes im Trennsystem, einzelne westliche Ortsteile im Mischsystem. Memmelsdorf hat Starkregen-Risikokarten für Ellernbach und Gaisbach veröffentlicht.
Leitungen im Altbau erkennen
In Scheßlitz sind Anschlusspflichtige selbst gegen Rückstau verantwortlich. Die Stadt hat Fachwerkhäuser. In Häusern mit verzinkten Stahlleitungen sind braunes Wasser nach längerem Stillstand und ein nachlassender Druck typische Zeichen von Rost im Rohr.
Bleirohre erkennt man an ihrer matten, grauen Oberfläche und daran, dass sie sich mit einem Messer leicht ritzen lassen. Sie sollten ausgetauscht werden. Kupferleitungen sind rötlich und lassen sich mit einem Magneten von Stahl unterscheiden, der haftet an Stahl, nicht an Kupfer.
Häufige Fragen
Was sollte ich am Telefon schildern?
Beschreiben Sie, wo Wasser austritt oder welcher Ablauf stockt, und seit wann. Nennen Sie den Ortsteil, das Alter des Hauses und, falls bekannt, das Leitungsmaterial. Ein Foto von Armatur, Siphon oder Wasserzähler hilft, das Anliegen vorab einzuordnen.
Kann weiches Wasser Rohre angreifen?
Weiches Wasser bildet kaum Kalkschichten, die Metalle schützen. In Leitungen aus Kupfer oder verzinktem Stahl kann dadurch Korrosion begünstigt werden. Auffällig sind verfärbtes Wasser, kleine Undichtigkeiten an Verbindungen und Rost an Absperrventilen.
Mein Warmwasser ist nur lauwarm, was kann es sein?
Bei Elektro-Boilern ist oft das Heizelement oder der Thermostat die Ursache, bei Durchlauferhitzern ein verstopftes Sieb. Auch ein defekter Mischer an der Armatur kann die Temperatur drücken. Ein Fachbetrieb prüft Schritt für Schritt, was betroffen ist.
Wie gehe ich als Mieter bei einem Rohrbruch vor?
Sperren Sie Wasser am Absperrventil der Wohnung ab, sofern es erreichbar ist, und informieren Sie die Hausverwaltung. Schalten Sie bei Wasser in der Nähe von Elektrik die Sicherung aus, ohne ins Wasser zu greifen. Dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos.