Sanitär in Mittelfranken
Zwischen Reichswald, Rednitztal und Fränkischem Seenland liegt Wasser von 5 bis über 30 °dH, je nach Versorger und Ortsteil.
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Kreisfreie Städte in Mittelfranken
- NürnbergMittelfranken
- FürthMittelfranken
- ErlangenMittelfranken
- SchwabachMittelfranken
- AnsbachMittelfranken
Landkreise in Mittelfranken
Vom weichen bis zum harten Wasser
Mittelfranken hat keine einheitliche Wasserhärte, und das merkt man am Boiler. Das Nürnberger Trinkwasser der N-ERGIE liegt überwiegend im mittleren Bereich. Im Süden und Osten des Großraums liegt es niedriger: In Feucht liegt die Härte bei 5,2 °dH, in Wendelstein bei 5,3 °dH, und in Roth sind es 7,0 und 7,5 °dH, jeweils weich. Altdorf bei Nürnberg bringt es auf 7,1 °dH. Wer eine neue Waschmaschine, einen Durchlauferhitzer oder eine Dusche plant, sollte den Härtegrad kennen: Dosierung, Wartung und Lebensdauer hängen daran.
Weiter westlich und im Ansbacher Raum wird es härter. In Schwabach liegen die drei Versorgungszonen zwischen 14,2 und 16,1 °dH, in Herzogenaurach bei 16,6 und 20,3 °dH, in Langenzenn bei 18,8 im Norden und 20,8 °dH im Süden. In Dinkelsbühl liegt die Härte bei 15,3 °dH, und in Neuhof an der Zenn reichen die Werte je nach Ortsteil bis 30,3 °dH. Kalkränder und verstopfte Perlatoren sind hier alltäglich.
Flüsse, Bäche und plötzlicher Regen
Pegnitz, Rednitz, Schwabach, Zenn und Altmühl prägen die Landkarte und gelegentlich auch die Keller. Die Zenn überflutete bei einem außergewöhnlichen Hochwasser Teile der Langenzenner Altstadt. In Baiersdorf waren die Abwasserkanäle bei einem Hochwasser überlastet, und das Wasser trat aus den Gullys aus.
Wer tief liegende Räume hat, sollte an Rückstau denken. Rückstauklappen sollten in gutem Zustand sein. Eine Klappe, die nicht mehr schließt, schützt nicht. Auch Waschmaschine oder Hebeanlage im Keller sind Anlagen, die gelegentlich einen prüfenden Blick brauchen.
Fachwerk und enge Schächte in alten Häusern
In Schwabach prägt das Steilgiebelhaus, meist in Fachwerkbauweise, das Ensemble, und in Weißenburg steht die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz. Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Hilpoltstein und Roth zeigen ebenfalls Fachwerk. In Roth ist es das Riffelmacherhaus am Marktplatz mit Zierfachwerk, in Hilpoltstein bestimmen Fachwerkhäuser das Bild der Altstadt.
In Fachwerkhäusern verlaufen Leitungen oft in schmalen Schächten, und Wände lassen sich nicht beliebig durchbohren. Feuchtigkeit sollte früh auffallen, denn ein kleiner Wasserschaden greift Holz und Putz an. Verfärbte Flecken an Wand oder Decke, ein muffiger Geruch und aufquellende Farbe sind erste Hinweise. Wer sie bemerkt, lässt die Stelle ansehen, ehe Putz und Balken Schaden nehmen.
Leitungen im Altbau erkennen
In älteren Häusern liegen häufig Stahl-, Kupfer- oder in seltenen Fällen noch Bleileitungen. Verzinkter Stahl ist silbergrau und magnetisch, Kupfer rötlich und unmagnetisch, Blei matt grau und weich. Bleileitungen sollten ausgetauscht werden. Braunes Wasser nach längerem Stillstand deutet auf Rost im Rohr hin.
Beim Zählertest werden alle Hähne und Verbraucher geschlossen und der Wasserzähler beobachtet: Dreht er sich weiter, geht irgendwo Wasser verloren. Das Absperrventil sitzt vor dem Zähler und ist bei einem Rohrbruch die erste Anlaufstelle.
Häufige Fragen
Für welche Orte in Mittelfranken vermitteln Sie?
Für die Städte und Gemeinden rund um Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Ansbach sowie für die Landkreise im Seenland und auf der Frankenhöhe. Die Orte finden Sie auf den Kreisseiten. Für größere Städte gibt es eigene Ortsseiten, für kleinere Gemeinden die Kreisseiten.
Was ist Rückstau, und was schützt den Keller?
Bei Starkregen kann das Kanalnetz überlastet sein, dann drückt Abwasser in tiefer liegende Abläufe zurück. Betroffen sind Bodenabläufe, Kellerwaschbecken und Gäste-WCs unterhalb der Straßenoberkante. Eine Rückstauklappe oder eine Hebeanlage verhindert das, sofern sie sauber und gängig ist. Ein Installateur prüft, ob die vorhandene Sicherung noch schließt und ob eine Hebeanlage im Probelauf anspringt.
Was sollte ich am Telefon schildern?
Nennen Sie Ihren Ort, die Art der Störung und die Stelle, an der Wasser sichtbar ist. Hilfreich sind Baujahr, Leitungsmaterial und ein Foto. Mieter nennen zusätzlich die Hausverwaltung, die über Schäden informiert werden sollte.
Wo liegt der Unterschied zwischen Klempner und Installateur?
Klempner steht traditionell für Blech- und Dacharbeiten sowie Entwässerung, Installateur für Trinkwasser, Abwasser und Sanitärobjekte im Haus. Im Alltag werden beide Begriffe häufig gleich gebraucht. Arbeiten an der Trinkwasserinstallation nach dem Zähler gehören in die Hand eines eingetragenen Installateurs.
Mein Warmwasser wird nicht richtig heiß, woran liegt das?
Häufige Ursachen sind verkalkte Heizstäbe im Boiler, ein defekter Thermostat, ein verstopftes Sieb im Durchlauferhitzer oder ein verschlissener Mischer. Prüfen Sie zunächst, ob alle Zapfstellen betroffen sind. Das hilft bei der Einordnung am Telefon.