Hausanschlussfilter, wer ihn wartet

Kurz hinter dem Wasserzähler sitzt in vielen Häusern ein Filter, der das Hauswasser von Sand und Rost befreit. Ohne Pflege setzt er sich zu, und der Druck sinkt. Wie das Spülen abläuft und woran sich erkennen lässt, dass er Pflege braucht, ist schnell erklärt.
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Wozu der Filter da ist
Der Filter am Hausanschluss hält Fremdkörper zurück, die durch das öffentliche Netz oder durch alte Leitungen ins Haus geraten. Das sind Sandkörner, Rostschuppen, Dichtungsreste und andere feste Teilchen. Er schützt Armaturen, Boiler, Waschmaschine und Spülkasten davor, dass sich solche Teilchen festsetzen.
Häufig ist es ein Rückspülfilter, der auf einem Sieb arbeitet und sich durch Spülung reinigen lässt. Daneben gibt es Kerzenfilter mit tauschbarem Einsatz. Welche Bauart bei Ihnen verbaut ist, steht auf dem Gehäuse oder im Datenblatt des Herstellers.
Spülen nach Herstellerangabe
Bei Rückspülfiltern sieht der Hersteller meist vor, dass der Betreiber den Filter in festen Abständen spült. Das geschieht über einen Hebel oder Drehgriff, ein Schlauch führt das Spülwasser in einen Abfluss. Wann und wie oft, bestimmt die Herstellerangabe. Darüber hinaus ist an dieser Stelle kein Eingriff vorgesehen.
Das Öffnen des Gehäuses, das Wechseln der Siebe oder das Lösen von Verschraubungen ist nicht für Laien gedacht. Die Leitungen stehen unter Druck, und eine falsch aufgesetzte Dichtung kann zu einem Wasserschaden führen. Zudem sitzt der Filter in der Trinkwasserinstallation hinter dem Zähler.
Einbau, Austausch und Reparatur
Beim Einbau, Austausch und bei Reparaturen wird die Anlage sicher abgesperrt, der Filter richtig herum eingesetzt und anschließend Dichtheit und Druck geprüft. Das sind Arbeiten an der Trinkwasserinstallation hinter dem Zähler. Auch der Wechsel von Einsätzen oder Dichtungsringen gehört dazu, sobald es über das Spülen hinausgeht.
Praktisch ist es, die Wartung mit anderen Terminen zu verbinden, etwa mit der Kontrolle der Hauptabsperrung. Wo sie im Altbau sitzt, steht im Beitrag Hauptabsperrung im Altbau finden. Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch klären, wo der Filter sitzt und wie er gespült wird.
Woran Sie merken, dass der Filter Pflege braucht
Ein zugesetzter Filter zeigt sich oft durch nachlassenden Wasserdruck an allen Entnahmestellen. Auch ein Zischen am Gehäuse, sichtbare Verfärbungen im Sieb oder ein Manometer mit stark abweichenden Werten vor und hinter dem Filter deuten darauf hin. Mehr zu den Ursachen steht im Beitrag zu zu niedrigem Wasserdruck.
Taucht plötzlich braunes oder trübes Wasser auf, ist der Filter nicht immer der Auslöser. Was dahinter stecken kann, beschreibt der Beitrag zu trübem und braunem Wasser.
Ein Wort zu Kalk und Filter
Der Filter am Hausanschluss macht das Wasser nicht weicher. Kalk ist gelöst und läuft hindurch. Wer die Härte senken will, braucht ein anderes Gerät, den Unterschied erklärt der Vergleich von Filter und Enthärter.
Bewahren Sie die Unterlagen zum Filter auf, also Typ, Einbaudatum und Herstellerangabe. Beim nächsten Termin spart das Nachfragen und hilft dem Betrieb bei der Wartung.
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Ein Fachbetrieb ist nötig, wenn der Filter getauscht werden soll, undicht ist, laute Geräusche macht oder der Druck trotz Spülung niedrig bleibt. Wir vermitteln dafür einen eingetragenen Installateur, rufen Sie dazu an.
Häufige Fragen
Wohin läuft das Spülwasser?
Bei Rückspülfiltern führt ein Schlauch an einen Abfluss oder Bodenablauf, notfalls in einen Eimer. Das Wasser ist beim Spülen oft bräunlich, das ist normal, weil der Filter gerade Rost und Sand ausspült. Die gespülte Menge läuft über den Zähler und zählt zum Verbrauch.
Sitzt hinter dem Filter ein Druckminderer?
Häufig ja. Er hält den Druck in der Hausinstallation auf einem gleichmäßigen Wert und schützt Armaturen und Geräte vor Druckspitzen. Sinkt der Druck im ganzen Haus, kommen deshalb Filter und Druckminderer als Ursachen in Betracht, bevor andere Stellen untersucht werden.
Muss jedes Haus einen Filter haben?
Nicht jedes Haus hat einen. Ob einer sinnvoll ist, hängt von der Leitungsart und der Wasserqualität ab. In Häusern mit älteren Leitungen ist er häufiger zu finden, weil sich dort eher Rostteilchen lösen. Ein Installateur kann beraten, was zu Ihrem Haus passt.