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Altstadt & Denkmal

Wo im Altbau die Hauptabsperrung sitzt

Steigleitung hinter einer Revisionsklappe im Treppenhaus

Wenn Wasser austritt, zählt jede Minute, und wer dann erst nach dem Ventil sucht, verliert Zeit. Im Altbau ist es nicht immer dort, wo man es erwartet. Es lohnt sich, die Stelle zu kennen, bevor etwas passiert.

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Wozu das Ventil gut ist

Mit der Hauptabsperrung unterbrechen Sie die Wasserzufuhr zum ganzen Haus oder zur Wohnung. Es sitzt in Fließrichtung vor dem Wasserzähler, also noch auf der Seite, die dem Straßenanschluss näher ist. Bei einem Rohrbruch oder einer geplatzten Schlauchverbindung stoppt es den Nachfluss, sodass nur noch das Wasser austritt, das schon in den Leitungen war.

Dahinter hängen oft weitere Absperrungen, etwa an Steigsträngen, an Wohnungen oder unter Waschbecken und WCs. Sie sind nützlich, aber sie ersetzen das Hauptventil nicht. Wenn es um die ganze Wohnung geht, brauchen Sie das richtige.

Wo Sie suchen sollten

Im Altbau liegt der Hausanschluss meist im Keller, an der Wand zur Straße. Dort sehen Sie das Rohr, das durch die Wand ins Haus tritt, und in der Nähe den Wasserzähler. Das Ventil sitzt davor. Sucht man vergeblich, lohnt ein Blick in Nischen, hinter Brettern oder Verkleidungen und unter Treppen. Manchmal wurden Anschlussräume später zugebaut, mit Regalen zugestellt oder durch Heizungseinbauten verdeckt.

Bei Häusern ohne Keller oder mit nachträglich eingebauten Wohnungen kann das Ventil in einem Hausflur, in einem Technikschrank, hinter einer Revisionsklappe oder im Erdgeschoss neben dem Zähler liegen. In Mehrfamilienhäusern hat manchmal jede Partei einen eigenen Zähler mit eigenem Ventil, dazu kommt ein Hauptventil für das gesamte Haus.

Hilfreich sind Hinweise im Haus: alte Pläne, Unterlagen, der Hausmeister oder Nachbarn. Auch auf Rechnungen und Zählerprotokollen ist manchmal ein Hinweis zu finden. Der Versorger kann Ihnen ebenfalls sagen, wo der Anschluss in seinen Unterlagen liegt. Wie Anschlüsse im Altbau meist verlaufen, steht unter Hausanschluss in engen Altstadtgassen.

Woran Sie es erkennen

Es gibt zwei gängige Bauformen. Das Kugelhahn-Ventil hat einen Hebel, der längs zum Rohr steht, wenn offen, und quer, wenn geschlossen. Das Schrägsitz- oder Durchgangsventil hat ein Handrad, das Sie nach rechts zudrehen. Bei älteren Anlagen sind Handräder aus Metall oder Kunststoff verbreitet, manchmal mit Schwarzbelag oder Farbresten überzogen.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht ein falsches Ventil erwischen, etwa das an der Heizung oder an einem Gartenwasseranschluss. Verfolgen Sie das Rohr vom Zähler rückwärts zur Wand, dort liegt das Hauptventil.

Ausprobieren, bevor es brennt

Drehen Sie das Ventil einmal in Ruhe zu und wieder auf, am besten mit einem Familienmitglied, das an einem Hahn prüft, ob das Wasser versiegt. Alte Ventile sitzen manchmal fest, weil sie jahrzehntelang nicht bewegt wurden. Wenden Sie keine Gewalt an, sonst brechen Griff oder Spindel, und das Problem wird größer.

Rührt sich das Ventil nicht oder tropft es danach an der Spindel, ist das ein Fall für den Fachbetrieb. Auch ein Ventil, das nicht mehr vollständig dichtet, sollte getauscht werden. Dieser Austausch ist eine Arbeit an der Trinkwasserinstallation und gehört in die Hand eines eingetragenen Installateurs. Es lohnt sich, das ohne Notlage zu klären, denn im Ernstfall hilft ein defektes Ventil nicht.

Danach beschriften und Wege freihalten

Hängen Sie ein Schild an das Ventil, notieren Sie die Drehrichtung und zeigen Sie die Stelle allen Mitbewohnern. Räumen Sie den Weg dorthin frei, damit der Zugang im Ernstfall nicht durch Kisten versperrt ist. Fotografieren Sie die Stelle und legen Sie das Bild zu den Unterlagen. Auch im Gespräch mit einem Betrieb ist ein Foto Gold wert, siehe Unterlagen für den Installateur im Altbau.

Wie ein Rohrbruch auffällt, beschreibt Rohrbruch erkennen: Hinweise an Wand und Zähler. Wer Ventil und Zeichen kennt, handelt im Ernstfall ruhiger.

Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten

Rufen Sie einen Fachbetrieb, wenn Sie die Hauptabsperrung nicht finden, es sich nicht bewegen lässt, an der Spindel tropft oder nicht vollständig schließt. Wir vermitteln einen eingetragenen Installateur, der das Vorgehen direkt mit Ihnen abstimmt. Bei akutem Wasseraustritt schließen Sie das Ventil, sofern Sie es erreichen, und schalten bei Wasser in der Nähe von Elektrik die Sicherung aus, ohne ins Wasser zu greifen.

Häufige Fragen

Soll ich das Hauptventil bei längerer Abwesenheit schließen?

Das kann sinnvoll sein, etwa bei einer längeren Reise, weil dann kein Schlauch oder Boiler Wasser nachliefern kann. Notieren Sie, was am Wasser hängt, zum Beispiel ein Boiler oder eine Heizungsanlage, und fragen Sie bei Zweifeln vorher nach, was dort zu beachten ist.

Was tun, wenn nach dem Wiederöffnen das Wasser spritzt?

Dann ist Luft in den Leitungen. Öffnen Sie das Hauptventil langsam und lassen Sie an einem Hahn Wasser laufen, bis der Strahl gleichmäßig ist. Schrauben Sie bei Bedarf kurz den Perlator ab, damit Luft und gelöste Partikel entweichen können.

Brauche ich Werkzeug für das Hauptventil?

Handräder und Hebel lassen sich meist von Hand bewegen. Manche Ventile haben einen Vierkant, für den ein passender Schlüssel nötig ist. Bewahren Sie ihn gut sichtbar neben dem Ventil auf. Zangen oder Rohrzangen sind keine Lösung, sie beschädigen die Spindel.