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Wasserschaden dokumentieren: Fotos und Unterlagen

Hand schließt das Hauptabsperrventil vor dem Wasserzähler

Nach einem Wasserschaden ist vieles gleichzeitig zu tun, und gerade dann gehen Einzelheiten verloren. Eine ordentliche Dokumentation hilft dem Fachbetrieb bei der Ursachensuche und erleichtert später das Gespräch mit allen Beteiligten.

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Erst sichern, dann festhalten

Sicherheit geht vor. Ist Elektrik im Spiel, fassen Sie nichts an, was nass ist, und lassen Sie die Sicherung für den Raum ausschalten. Dringt weiter Wasser nach, sperren Sie es ab, wenn das gefahrlos geht, und räumen nur das beiseite, was gerettet werden muss.

Sobald die Lage sicher ist, kommt die Kamera. Fotografieren Sie, bevor Sie wischen, aufräumen oder Möbel verschieben. Zerstörtes und Nasses ist oft der wichtigste Beleg dafür, wo das Wasser herkam und wie weit es sich ausgebreitet hat. Was Sie aus dem Weg räumen mussten, halten Sie vorher und nachher im Bild fest.

Wie sich Wasser eindämmen und absperren lässt, steht in der Notfall-Checkliste.

Welche Fotos sinnvoll sind

Arbeiten Sie vom Groben zum Feinen. Beginnen Sie mit Übersichtsbildern, die den ganzen Raum zeigen, dann folgen Wand, Decke und Boden, dann Nahaufnahmen von Flecken, Wasserständen, Rissen und sichtbaren Rohren. Ein Zollstock oder eine Münze im Bild gibt eine Vorstellung von der Größe.

Wichtig sind auch die Quelle und der Weg. Fotografieren Sie die vermutete Ausgangsstelle, etwa eine nasse Armatur, ein beschädigtes Rohr oder das Eckventil, aus mehreren Winkeln. Ein Foto des Wasserzählers mit sichtbarem Stand ist ebenfalls hilfreich, vor allem, wenn der Zähler sich bewegt hat. Dazu siehe Wasserzähler läuft ohne Verbrauch.

Ein kurzes Video, bei dem Sie langsam durch den Raum gehen und das Gesehene mit der Stimme beschreiben, ergänzt die Fotos gut. Schalten Sie bei Aufnahmen auch die Zeitangabe im Gerät ein, damit Datum und Uhrzeit nachvollziehbar sind.

Was Sie schriftlich festhalten sollten

Notieren Sie, wann Sie den Schaden bemerkt haben, was Sie gesehen, gehört und gerochen haben und was Sie danach getan haben. Schreiben Sie Zeiten auf, zu denen Sie abgesperrt oder die Sicherung ausgeschaltet haben. Auch die Frage, wann zuletzt Arbeiten an der Leitung stattfanden, ist wichtig.

Halten Sie fest, welche Räume und welche Bauteile betroffen sind und was beschädigt wurde. Eine kurze Liste mit Gegenständen, Alter und Zustand hilft später beim Überblick. Verlassen Sie sich nicht auf das Gedächtnis, denn nach ein paar Tagen verschwimmt vieles.

Wer eine Vorgeschichte hat, nimmt sie in die Notizen auf: frühere Feuchtigkeit, Flecken, Geräusche, Wartungen und Reparaturen. Der Fachbetrieb kann damit die Ursache genauer einkreisen.

Unterlagen zusammenstellen

Legen Sie zusammen, was zum Haus gehört: Grundrisse, Installationspläne, Rechnungen früherer Arbeiten, Wartungsnachweise und Fotos vom früheren Zustand. Gerade bei älteren Gebäuden fehlen Pläne oft, dann sind Fotos der Leitungsführung im Keller und im Bad umso hilfreicher. Weitere Anregungen stehen unter Unterlagen für den Installateur im Altbau.

Wer Mieter oder Vermieter ist, informiert die jeweils andere Seite schriftlich und legt die Fotos bei. Ob und in welchem Umfang eine Gebäude- oder Hausratversicherung einspringt, hängt von den Vertragsbedingungen ab. Fragen dazu stellen Sie dort, wo der Vertrag besteht.

Bewahren Sie beschädigte Teile auf, bis geklärt ist, ob sie noch gebraucht werden, etwa ein gerissenes Rohrstück oder einen defekten Schlauch. Solche Teile erklären oft mehr als jedes Foto.

Dokumentation während der Instandsetzung

Auch während der Arbeiten lohnt es sich, Bilder zu machen. Wird eine Wand geöffnet, zeigt ein Foto die Leitung im geöffneten Zustand. Sind Bauteile trocken gelegt, hält man Messwerte oder Geräte im Raum fest.

Lassen Sie sich vom Fachbetrieb sagen, welche Stelle undicht war und was getan wurde. Das kurze Gespräch, ergänzt um ein Foto, ersetzt später manche Rückfrage. Über den Weg einer Leckstelle informiert auch die Seite Leckortung.

Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten

Liegt der Verdacht auf einem Rohrschaden, bewegt sich der Zähler oder tritt weiter Wasser aus, rufen Sie an. Wir vermitteln einen Sanitär-Fachbetrieb aus der Region, der die Quelle sucht und mit Ihnen bespricht, was zu dokumentieren ist. Ihre Fotos und Notizen geben Sie dem Betrieb gern mit.

Häufige Fragen

Wie sichere ich Fotos so, dass sie später auffindbar sind?

Legen Sie einen Ordner mit Datum an und bewahren Sie die Originale auf, nicht nur verkleinerte Kopien aus Messengern. Eine zweite Sicherung in der Cloud oder auf einem Stick schützt vor Verlust.

Sollen Nachbarn in den Notizen auftauchen?

Wenn Wasser in Nachbarräume gelaufen ist oder eine gemeinsame Leitung betroffen ist, notieren Sie Namen und Erreichbarkeit der Betroffenen. So lässt sich später nachvollziehen, wer was gesehen hat.

Was mache ich mit nassen Teppichen und Polstern?

Erst fotografieren, dann aus dem Raum nehmen, damit die Fläche trocknen kann. Möbel auf Klötze stellen, Schubladen öffnen. Entsorgt wird erst, wenn Fotos und Liste vorliegen.

Wann stelle ich Trocknungsgeräte auf?

Erst wenn die Quelle gefunden und abgestellt ist, denn vorher verschleiert die Trocknung das Bild. Sichern Sie vorher Fotos und Messwerte der feuchten Stellen.