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Eckventil klemmt oder tropft

Haare werden aus dem Einsatz eines Duschablaufs entfernt

Das kleine Ventil unter dem Waschbecken oder hinter der Toilette wird jahrelang nicht angefasst. Wenn man es braucht, lässt es sich oft nicht mehr drehen oder tropft an der Spindel. Wie das Bauteil funktioniert, warum es festsitzt und was sich ohne Risiko selbst versuchen lässt, ist schnell erklärt.

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Wozu das Eckventil dient

Ein Eckventil sitzt dort, wo die Wasserleitung aus der Wand oder dem Boden kommt und in einen Anschlussschlauch zur Armatur oder zum Spülkasten übergeht. Es dient dazu, genau diese eine Entnahmestelle abzusperren, ohne dass das ganze Haus ohne Wasser dastehen muss.

Praktisch ist das bei Reparaturen, beim Wechsel eines Anschlussschlauchs oder wenn eine Armatur tropft. Die Absperrung ist dann nur wenige Handgriffe entfernt. Ein Eckventil ersetzt aber keine Hauptabsperrung. Wie man diese im Haus findet, zeigt der Beitrag Hauptabsperrventil im Altbau finden.

Warum es klemmt

Eckventile werden selten bewegt. In dieser Zeit lagern sich Kalk und Korrosion an Spindel und Dichtfläche ab, der Griff wird schwergängig oder lässt sich gar nicht mehr drehen. Hartes Wasser beschleunigt das. Manchmal haben auch alte Fettungen verharzt.

Hinzu kommt der Verschleiß der Spindelabdichtung. Aus dem Gewinde unter dem Griff tritt dann ein dünner Feuchtefilm oder ein Tropfen aus. Dass es erst bei Betätigung tropft, ist typisch, denn das Drehen belastet die ohnehin ermüdete Dichtung zusätzlich.

Wie Sie das Ventil richtig bedienen

Zum Schließen drehen Sie den Griff im Uhrzeigersinn, zum Öffnen entgegengesetzt. Machen Sie das langsam und ohne Ruck. Bei Ventilen mit Schlitz in der Spindel passt ein breiter Schraubendreher, bei Handrädern genügt die Hand.

Hilft sanfter Druck nicht, lassen Sie es sein. Zangen, Rohrzangen oder Hebel können Spindel und Gehäuse beschädigen, und dann tritt womöglich Wasser aus, das sich nicht mehr stoppen lässt. Lieber ein Bauteil zu früh in Ruhe lassen als eins zu viel zerstören.

Regelmäßiges Bewegen verhindert das Festsetzen. Wer alle Eckventile ab und zu kurz zu- und wieder aufdreht, kann sich später darauf verlassen. Dabei am besten auf einen trockenen Untergrund achten und ein Tuch bereithalten.

Was Sie selbst versuchen dürfen

Erlaubt ist, das Ventil zu beobachten und leicht zu bewegen. Ein sauberes Tuch unter der Spindel zeigt, ob es nach dem Drehen feucht wird. Bei hartem Wasser kann eine dünne Schicht Kalk außen mit Essigreiniger vom Gehäuse gelöst werden, wenn Sie Dichtungen und Gummi aussparen und anschließend abspülen.

Nicht erlaubt ist ein Eingriff in die Trinkwasserinstallation hinter dem Zähler, also das Abdrehen der Überwurfmutter oder der Austausch des Ventils. Dabei kann Wasser austreten, und eine Dichtung sitzt falsch, ohne dass man es gleich merkt. Auch wenn ein Hahn gleichzeitig tropft, hilft die Abgrenzung im Beitrag Wasserhahn tropft: Kartusche oder Dichtung.

Austausch durch den Fachbetrieb

Lässt sich das Ventil nicht mehr schließen oder tropft es dauerhaft, sollte es ersetzt werden. Dafür wird zunächst weiter vorn im Leitungsverlauf abgesperrt, dann das Eckventil ausgetauscht und der Anschlussschlauch gleich mitgeprüft.

Bei Gelegenheit lässt sich der Zustand weiterer Absperrungen kontrollieren. Das lohnt sich vor allem in älteren Häusern, in denen manche Ventile nie bewegt wurden. Auch rund um Spülkasten und WC sind Eckventile oft verkalkt, dazu passt die Seite WC & Spülkasten.

Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten

Lässt sich das Eckventil nicht schließen, tropft es an der Spindel oder am Gewinde weiter oder ist der Unterschrank bereits feucht, rufen Sie an. Wir vermitteln einen Sanitär-Fachbetrieb aus der Region, der das Ventil ansieht und mit Ihnen bespricht, ob ein Austausch nötig ist. Läuft Wasser aus, sperren Sie an der Hauptabsperrung vor dem Wasserzähler ab.

Häufige Fragen

Was tun, wenn sich der Griff dreht, aber nichts passiert?

Dann ist meist die Befestigungsschraube unter der Abdeckkappe locker oder der Vierkant der Spindel ausgeschlagen. Drehen Sie nicht weiter, sonst rutscht der Griff ganz ab. Das Ventil bleibt in der Stellung, in der es steht, und sollte angesehen werden, bevor Sie es wieder brauchen.

Gibt es Eckventile, die leichter gehen als alte Modelle?

Ja. Ältere Ventile arbeiten mit einer Gummidichtung auf der Spindel und brauchen mehrere Umdrehungen. Neuere Modelle haben ein Keramikoberteil und schließen mit einer Vierteldrehung. Sie gehen leichter und verschleißen langsamer. Welches Modell passt, hängt vom Anschluss ab.

Darf ich Dichtband um die Überwurfmutter wickeln?

Nein. Die Verschraubung am Anschlussschlauch dichtet über einen Dichtring und nicht über das Gewinde. Zusätzliches Band oder Hanf verhindert eher, dass der Ring richtig sitzt. Tropft die Verbindung, ist meist der Ring verbraucht oder verdreht, und der Anschluss sollte neu gesetzt werden.

Warum rauscht das Ventil, wenn Wasser fließt?

Meist ist das Ventil nur halb geöffnet und drosselt die Strömung. Öffnen Sie es ganz. Rauscht es weiter, kann Kalk im Ventilsitz oder ein hoher Leitungsdruck die Ursache sein. Bei Geräteventilen wird die Durchflussmenge manchmal absichtlich begrenzt.