Leistungen
Einsatzgebiet
01579 2841437
Haus & Alltag

Leitungen frostsicher machen

Hand schließt das Hauptabsperrventil vor dem Wasserzähler

Gefriert Wasser in einer Leitung, dehnt es sich aus und kann das Rohr aufsprengen. Der Schaden zeigt sich oft erst beim Auftauen. Mit etwas Vorbereitung lässt sich das Risiko deutlich senken. Wer die gefährdeten Stellen kennt, kann einiges selbst sicher erledigen.

Fachbetrieb vermitteln lassen: 01579 2841437

Wo Leitungen am ehesten einfrieren

Gefährdet sind Rohre, die an kalten Orten liegen: Leitungen in unbeheizten Kellern, in Garagen, auf dem Dachboden und in Außenwänden. Besonders anfällig sind Stellen, an denen kalte Luft durchzieht, etwa neben einem undichten Kellerfenster, an einer Türschwelle oder in einem Schacht ohne Dämmung.

Auch Gartenwasserleitungen und Außenwasserhähne gehören dazu. Sie stehen im Freien, und Wasser im Rohr kann bei Frost zur Eisbildung führen. Dasselbe gilt für Leitungen zu Gartenhaus, Pool oder Zisterne.

Wo die eigene Leitung läuft, wissen viele nur ungefähr. Eine Skizze oder Fotos mit Rohrverlauf helfen, Schwachstellen zu finden. Bei älteren Gebäuden sind Leitungen manchmal in Mauerschlitzen entlang kalter Außenwände verlegt, mehr zum Aufbau unter Steigleitung im Altbau.

Maßnahmen, die jeder umsetzen darf

Der einfachste Schutz gegen Frostschäden an Außenhähnen ist das Absperren und Entleeren. Schließen Sie die innen liegende Absperrung zur Außenleitung, öffnen Sie den Hahn draußen und lassen Sie das Restwasser auslaufen. Den Hahn lassen Sie offen, damit Wasser, das sich noch sammelt, Platz hat. Gartenschläuche abschrauben und leeren.

Freiliegende Rohre in kalten Räumen lassen sich mit passenden Dämmschalen umhüllen. Das gibt es im Baumarkt, die Schalen werden aufgeklappt und mit Klebeband oder Kabelbindern fixiert. Wichtig ist, dass Verbindungen und Winkel mit abgedeckt werden, denn dort entweicht die Wärme zuerst.

Zugluft zu stoppen hilft mindestens ebenso. Kellerfenster und Lüftungsöffnungen bei Frostgefahr schließen und Türen zu unbeheizten Räumen geschlossen halten. Wasserzähler und Hausanschluss liegen oft in einem kühlen Schacht oder Raum und sollten ebenfalls vor Auskühlung geschützt sein.

Leerstand, Urlaub und Ferienhaus

Wer das Haus für längere Zeit verlässt, sollte die Heizung nicht ganz abstellen. Eine niedrige Grundtemperatur in allen Räumen, auch im Bad, hält die Leitungen warm genug. Ein Nachbar oder Verwandter, der gelegentlich nachsieht, ist hilfreich.

Soll das Haus länger leer stehen, kann der Fachbetrieb die Anlage fachgerecht entleeren. Das betrifft Wasserleitungen, Boiler, Heizung und Hauswasserwerke. Welche Teile dazugehören, hängt vom Haus ab. Welche Unterlagen in solchen Fällen nützlich sind, steht unter Unterlagen für den Installateur im Altbau.

Bei Hausanschlüssen, Pumpen und Sonderanlagen sollte man nicht experimentieren. Eine falsch entleerte Anlage kann beim Wiederbefüllen Schäden nehmen.

Wenn eine Leitung schon eingefroren ist

Kommt aus einem Hahn nichts mehr, obwohl der Rest funktioniert, ist eine Eisbildung denkbar. Drehen Sie den betroffenen Hahn auf, damit beim Auftauen Wasser abfließen kann, und wärmen Sie den Raum behutsam, etwa mit einem Heizlüfter in sicherem Abstand. Offene Flammen, Lötlampen und Heißluftgebläse gehören nicht in die Nähe von Rohren.

Warten Sie beim Auftauen ab und beobachten Sie die Rohre. Tritt Wasser aus, sperren Sie sofort den betroffenen Strang ab, bei Bedarf an der Hauptabsperrung vor dem Zähler. Ist ein Riss sichtbar, hilft Rohrbruch erkennen: Hinweise an Wand und Zähler bei der Einordnung.

Auf Dauer vorsorgen

Wer wiederholt Probleme hat, sollte die Ursache beheben statt nur zu dämmen. Das kann ein neuer Verlauf der Leitung sein, eine zusätzliche Dämmung der Außenwand oder eine Heizleitung am Rohr. Solche Lösungen planen Installateur und gegebenenfalls Elektriker gemeinsam. Selbst an elektrischen Bauteilen zu basteln, ist keine Aufgabe für Laien.

Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten

Ist eine Leitung vermutlich gerissen, steht Wasser an einer Stelle, an der es nicht hingehört, oder haben Sie bei Frost keine Wasserversorgung mehr, rufen Sie an. Wir vermitteln einen Sanitär-Fachbetrieb aus der Region, der Leitungen prüft, einen Schaden eingrenzt und mit Ihnen den weiteren Ablauf bespricht.

Häufige Fragen

Reicht es, den Hahn tropfen zu lassen?

Ein leichtes Fließen kann das Einfrieren in einzelnen Leitungen verzögern, ist aber keine verlässliche Dauerlösung und verbraucht Wasser. Bei strengem Frost reicht der geringe Durchfluss oft nicht, und die Leitung friert trotzdem zu.

Können auch Abflüsse einfrieren?

Ja. In unbeheizten Räumen kann Wasser im Siphon oder im Abflussrohr gefrieren, der Ablauf stockt dann, obwohl nichts verstopft ist. Kunststoffsiphons reißen dabei manchmal und tropfen erst nach dem Auftauen.

Welche Dämmung passt in Garage oder Keller?

Dämmschalen aus Schaum oder Mineralwolle in passender Wandstärke. In feuchten Räumen eignet sich Material mit geschlossener Zellstruktur, damit sich im Dämmstoff kein Wasser sammelt. Rohrdurchmesser und Dämmdicke stehen auf der Verpackung.

Was können Mieter tun?

Bemerken Mieter zugige Fenster im Treppenhaus oder Keller oder eine ungedämmte Leitung, melden sie das der Hausverwaltung. Bei Frost im Haus hilft es, wenn bekannt ist, wer Zugang zu Keller und Hausanschluss hat. Wassermeldungen in Nachbarwohnungen gehören ebenfalls sofort an die Verwaltung.